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Der Tiefwasserhafen Richards Bay ist hauptsaechlich fuer den Export von Kohle bestimmt, die im Osten von Tranvaal gewonnen wird. (00092003)

Hafen Richards Bay/Richards Bay HarbourLuftaufnahme Hafenausbau Richards Bay mit LaguneBevor mit den Arbeiten am Großhafen an der Ostkueste der Republik Suedafrika, in der Provinz Natal, begonnen wurde, war die wunderschoene Lagune von Richards Bay ein Geheimtipp von ein paar Fischern. Die Lagune hatte eine Laenge von etwa 7 km und 5 km Breite und einer Flaeche von 3050 ha. Auch rings herum war eine vollkommen intakte Natur mit einer ueberaus artenreichen Fauna und Flora. Fuer den Hafenausbau wurde die Haelfte der Gesamtflaeche der natuerlichen Lagune benoetigt. Durch einen 4,5 Kilometer langen Deich der den Hafen von der Lagune abtrennt, sollte der nichtbenoetigte Teil der Lagune als Naturschutzgebiet erhalten bleiben. Der Deich erhielt ein Flut- Regulierbauwerk, das den Wasserstand in der Rest-Lagune reguliert und gleichzeitig das Hochwasser des in die Lagune muendenden Flusses zur Spuelung des Hafens nutzt. Der Hafen Richards Bay liegt in einer natuerlichen Lagune die auf eine Wassertiefe von 23 m ausgebaggert wurde. Zwei Wellenbrecher – der suedliche in einer Laenge von 1,4 Kilometer und der noerdliche von 600 m einschließlich des North Headland mit 480 m, bieten Schutz vor dem starken, ganzjaehrigen Seegang des Indischen Ozeans. Die wichtigsten Einzelbauwerke sind die beiden großen Kaimauern zum Anlegen der Schiffe. Jede ist 800 Meter lang und hat eine Hoehe von 30 Metern. An einer der Kaimauern (Kohlekai)  wird die suedafrikanische Kohle fuer den Export verladen (Wassertiefe von – 23 m, Kronenhoehe von + 5,2 m). Die zweite Kaimauer (Stueckgut- und Massenkai) ist für allgemeine Gueter vorgesehen (Wassertiefe von – 23 m, Kronenhoehe von + 5,2 m). Das Hafenbecken in der Lagune wurde auf – 19 m ausgebaggert. Die Hafen-Zufahrtsrinne von See her wurde in einer Breite von ungefaehr 300 m und einer Laenge von ca. 7 Kilometer auf 19,50 bis 24,0 Meter Wassertiefe ausgebaggert.Weitere Daten der 1. Ausbaustufe: - 971 m Kaimauern fuer Wassertiefen von – 4,0 m bis 8,0 m und Kronenhoehen von + 3,00 m bis + 4,30 m gebaut. - Der schon erwaehnte 4500 m lange Trenndeich mit 46 m Kronenbreite, Wehrbauwerke im Trenndeich mit zwei je 38 m Oeffnungsbreite - Schiffsaufschleppe für Hafenboote- Zwei Liegeplaetze fuer Hafenbagger18 000 t Bewehrung660 000 m³ Beton und Stahlbeton900 000 m³ Schuett- und Abdecksteine170 000 000 m³ Naßbaggerung48 500 Stueck DolosseDer Tiefwasserhafen Richards Bay ist für Schiffe von 250000 tdw bestimmt und dient vor allem dem Export von Kohle die im Osten der Provinz Transvaal gewonnen wird. Um die natuerliche Lagune auszubaggern (die Wassertiefe betrug im Mittel nur 1m), waren umfangreiche Naßbaggerarbeiten notwendig. Die Baggermassen betrugen insgesamt annaehernd 170 Millionen Kubikmeter. Insgesamt waren neun große Schneidkopfspuelbagger und zwei Hopperbagger eingesetzt. Fuenf große schwimmende Zwischenpumpstationen und 70 km Spuelleitungen waren für den Transport der Baggermassen erforderlich. Die Gesamtleistung der Naßbagger und Pumpstationen betrug 100 000 PS. Am 1. April 1976, fast 4 Jahre nach Erteilung des Bauauftrages, wurde der Großhafen Richards Bay eingeweiht.Auftraggeber: S.A. Railways and Harbour AdministrationDer Zuschlag ging im Mai 1972 an das „RB Six Consortium“ mit den Partnern: Ackermans en van Haaren NV, Antwerpen, BelgienAdriaan Volker NV, Rotterdam, HollandEd. Züblin AG, Duisburg, DeutschlandPhilipp Holzmann AG, Frankfurt, DeutschlandVan Hattum en Blankevoort, Beverwijk, HollandZanen Verstoerp NV, Den Haag, HollandZustaendig fuer das North Breakwater, North Headland und das Absenken von Caissons fuer zwei Liegeplaetze für Hafenbagger, sowie verschiedene Unterwasserarbeiten, war ich von 1973 bis 1976 in Richards Bay.QuellenEigene Baustellenerfahrungen während des Hafenneubaus von 1973 1976Philipp Holzmann - Technischer Bericht Hafen Richards Bay in Suedafrika, September 1977

Objektbeschreibung: Hafen Richards Bay/Richards Bay Harbour



Luftaufnahme Hafenausbau Richards Bay mit Lagune



Bevor mit den Arbeiten am Großhafen an der Ostkueste der Republik Suedafrika, in der Provinz Natal, begonnen wurde, war die wunderschoene Lagune von Richards Bay ein Geheimtipp von ein paar Fischern. Die Lagune hatte eine Laenge von etwa 7 km und 5 km Breite und einer Flaeche von 3050 ha. Auch rings herum war eine vollkommen intakte Natur mit einer ueberaus artenreichen Fauna und Flora. Fuer den Hafenausbau wurde die Haelfte der Gesamtflaeche der natuerlichen Lagune benoetigt. Durch einen 4,5 Kilometer langen Deich der den Hafen von der Lagune abtrennt, sollte der nichtbenoetigte Teil der Lagune als Naturschutzgebiet erhalten bleiben. Der Deich erhielt ein Flut- Regulierbauwerk, das den Wasserstand in der Rest-Lagune reguliert und gleichzeitig das Hochwasser des in die Lagune muendenden Flusses zur Spuelung des Hafens nutzt. Der Hafen Richards Bay liegt in einer natuerlichen Lagune die auf eine Wassertiefe von 23 m ausgebaggert wurde. Zwei Wellenbrecher – der suedliche in einer Laenge von 1,4 Kilometer und der noerdliche von 600 m einschließlich des North Headland mit 480 m, bieten Schutz vor dem starken, ganzjaehrigen Seegang des Indischen Ozeans. Die wichtigsten Einzelbauwerke sind die beiden großen Kaimauern zum Anlegen der Schiffe. Jede ist 800 Meter lang und hat eine Hoehe von 30 Metern. An einer der Kaimauern (Kohlekai) wird die suedafrikanische Kohle fuer den Export verladen (Wassertiefe von – 23 m, Kronenhoehe von + 5,2 m). Die zweite Kaimauer (Stueckgut- und Massenkai) ist für allgemeine Gueter vorgesehen (Wassertiefe von – 23 m, Kronenhoehe von + 5,2 m). Das Hafenbecken in der Lagune wurde auf – 19 m ausgebaggert. Die Hafen-Zufahrtsrinne von See her wurde in einer Breite von ungefaehr 300 m und einer Laenge von ca. 7 Kilometer auf 19,50 bis 24,0 Meter Wassertiefe ausgebaggert.



Weitere Daten der 1. Ausbaustufe:

- 971 m Kaimauern fuer Wassertiefen von – 4,0 m bis 8,0 m und Kronenhoehen von + 3,00 m bis + 4,30 m gebaut.

- Der schon erwaehnte 4500 m lange Trenndeich mit 46 m Kronenbreite, Wehrbauwerke im Trenndeich mit zwei je 38 m Oeffnungsbreite

- Schiffsaufschleppe für Hafenboote

- Zwei Liegeplaetze fuer Hafenbagger

18 000 t Bewehrung

660 000 m³ Beton und Stahlbeton

900 000 m³ Schuett- und Abdecksteine

170 000 000 m³ Naßbaggerung

48 500 Stueck Dolosse

Der Tiefwasserhafen Richards Bay ist für Schiffe von 250000 tdw bestimmt und dient vor allem dem Export von Kohle die im Osten der Provinz Transvaal gewonnen wird. Um die natuerliche Lagune auszubaggern (die Wassertiefe betrug im Mittel nur 1m), waren umfangreiche Naßbaggerarbeiten notwendig. Die Baggermassen betrugen insgesamt annaehernd 170 Millionen Kubikmeter. Insgesamt waren neun große Schneidkopfspuelbagger und zwei Hopperbagger eingesetzt. Fuenf große schwimmende Zwischenpumpstationen und 70 km Spuelleitungen waren für den Transport der Baggermassen erforderlich. Die Gesamtleistung der Naßbagger und Pumpstationen betrug 100 000 PS. Am 1. April 1976, fast 4 Jahre nach Erteilung des Bauauftrages, wurde der Großhafen Richards Bay eingeweiht.

Auftraggeber: S.A. Railways and Harbour Administration

Der Zuschlag ging im Mai 1972 an das „RB Six Consortium“ mit den Partnern:

Ackermans en van Haaren NV, Antwerpen, Belgien

Adriaan Volker NV, Rotterdam, Holland

Ed. Züblin AG, Duisburg, Deutschland

Philipp Holzmann AG, Frankfurt, Deutschland

Van Hattum en Blankevoort, Beverwijk, Holland

Zanen Verstoerp NV, Den Haag, Holland

Zustaendig fuer das North Breakwater, North Headland und das Absenken von Caissons fuer zwei Liegeplaetze für Hafenbagger, sowie verschiedene Unterwasserarbeiten, war ich von 1973 bis 1976 in Richards Bay.



Quellen

Eigene Baustellenerfahrungen während des Hafenneubaus von 1973 1976

Philipp Holzmann - Technischer Bericht Hafen Richards Bay in Suedafrika, September 1977



 



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